Römische SagenVI. Lucius Tarquinius PriscusUnter der Regierung des guten Königs Ancus Marcius, eines Enkels des frommen Numa Pompilius, weitete der römische Staat seine Grenzen bis an das Meer aus. An der Mündung des Tiber wurde die Stadt Ostia gegründet, die der Hauptstadt Seesalz zuführte. Rom wurde immer mächtiger und blühender und lockte wagemutige Männer aus den Nachbarstaaten heran, die in der wachsenden Stadt am Tiberstrom Ehre, Reichtum und Macht zu erjagen hofften. Unter den Zugezogenen befand sich auch ein Mann aus Tarquinii namens Lucumo. Er war reich, klug, ehrgeizig, hatte eine Frau aus dem vornehmsten Haus der Stadt, die schöne, stolze Tanaquil, wurde aber doch nicht so hoch geachtet wie mancher andere Mann, weil er der Sohn eines Ausländers, eines Griechen war. Das kränkte seinen Stolz, aber noch mehr als er litt seine Frau Tanaquil darunter, und sie beredete ihren Mann, Tarquinii zu verlassen und nach Rom zu ziehen, denn - so meinte sie - in der jungen, mächtigen Stadt am Tiberstrom frage man niemanden nach seiner Herkunft; dort werde der Mann nach seiner Tüchtigkeit, seinem Wert und Reichtum geschätzt, und auch ein Fremder könne dort die höchsten Ehrenstellen erlangen.Lucumo glaubte an die verheißungsvollen Vorspiegelungen seiner ehrgeizigen Frau, verkaufte Häuser und Felder in Tarquinii, lud seine Schätze auf einen Wagen und fuhr damit nach Rom. Dicht vor dem Ziel der Fahrt erlebten die Reisenden eine wunderbare Erscheinung. Angesichts der Türme Roms schwebte ein Adler auf breiten Schwingen vom blauen Himmel herab, ergriff mit seinen Krallen Lucumos Hut, flog mit seiner Beute unter lautem Geschrei über dem Wagen hin und her, setzte dem erstaunten Mann den Hut alsbald wieder auf den Kopf und stieg, als habe er nun seinen wichtigen Auftrag erfüllt, still und majestätisch, wie er gekommen, wieder zum Himmel auf. Lucumo und Tanaquil sahen dem königlichen Vogel nach, bis er in den schneeweißen Sommerwolken droben ihren Blicken entschwand, dann fragte der betroffene Mann schier bestürzt, was der seltsame Vorgang wohl zu bedeuten haben möge. "Was das bedeutet?" entgegnete die kluge Tanaquil mit glänzenden Augen."Oh, mein Lieber, denkst du nicht daran, dass der Adler Jupiters Vogel ist? Der Vater der Götter und Menschen hat ihn gesandt, um dir kundzutun, dass dein Haupt auserkoren sei, mit dem höchsten Ehrendiadem, der Königskrone Roms, geschmückt zu werden - glaubst du das, mein Geliebter?" Lucumo wiegte schweigend sein Haupt, Tanaquil aber umarmte den Zweifelnden und sprach voll gewisser Zuversicht: "Glaube nur, Herr, oh glaube mir nur: In dieser Stadt, die vor uns auf den Hügeln so herrlich im Sonnenglanz liegt, harrt deiner einer großes Schicksal, ein großes Glück!" Beflügelt von diesem Gedanken, fuhren sie in Rom ein. Lucumo nannte sich von nun an Lucius Tarquinius Priscus, kaufte sich ein prächtiges Haus, suchte die Bekanntschaft angesehener römischer Bürger und erwarb sich durch Freigebigkeit, Gastfreundschaft und ein edles Benehmen bald einen guten Leumund. Man sprach in Rom mit jedem Tag mehr von dem reichen, stolzen Tarquinier; blad vernahm auch König Ancus sein Lob, und er ließ ihn zu sich kommen, unterhielt sich lange mit ihm und gewann eine solche Zuneigung zu dem klugen, vornehmen Mann, dass er ihm sein ganzes Vertrauen schenkte und ihn künftig zu allen öffentlichen und geheimen Beratungen hinzuzog. Auch die Liebe der jungen Söhne des Königs wusste Tarquinius sich zu gewinnen, und als dann König Ancus Marcius im vierundzwanzigsten Jahr seiner Regierung schwer erkrankte, ernannte er seinen Freund Tarquinius Priscus zu seinem Stellvertreter und zum Vormund seiner Kinder. Der König starb und wurde als ein frommer, gerechter, tapferer Herrscher von seinem ganzen Volk betrauert. Wer sollte dem guten Ancus Marcius auf dem Thron folgen? Seine Söhne waren noch zu jung; ihr Vormund Tarquinius sandte sie aus der Stadt Rom auf die Jagd; dann trieb er die Väter an, den Tag der Königswahl festzusetzen, warb mit Geld und freundlichen Worten um die Gunst des Volkes, und was er und seine stolze Frau erstrebt und gehofft hatten vom Tag ihres Einzuges in Rom bis hierher, das geschah: Das römische Volk wählte Lucius Tarquinius Priscus einstimmig zum König. Da frohlockte die stolze Tanaquil und sprach zu dem neuen Herrscher von Rom: "Denkst du an unsern Einzug in diese Stadt, Lucumo? Nun ist erfüllt, was Jupiters Bote uns damals verhieß: Dein Haupt schmückt die Königskrone! Wohlan, jetzt zeige den Quiriten und jenen stolzen Bürgern in Tarquinii, die dich nicht als ihresgleichen achteten, dass du tatsächlich und wahrhaftig ein großer König bist!" "Das will ich!" rief Tarquinius mit leuchtenden Augen. Und der König hielt Wort: Klug im Rat, kraftvoll und kühn mit der Tat, im Frieden väterlich milde und fürsorglich, tapfer und heldenmütig im Krieg - so erwies er sich als wahrer Herrscher des tüchtigen, kühn aufstrebenden Römervolkes. Seinen ersten Krieg führte Tarquinius mit den benachbarten Latinern, eroberte im Sturm ihre Stadt Apiolae und führte reiche Beute heim nach Rom. Den eroberten Geldschatz benutzte er dazu, neue Volksspiele einzurichten und die alten prächtiger auszugestalten. So legte er eine große Rennbahn an und ließ die Fechter und Pferde für diesen Zirkus aus Etrurien kommen. Alle Jahre wurden von nun an diese Spiele gefeiert und hießen die römischen oder die großen Spiele. Als der König mit dem Aufbau der Stadtmauer beschäftigt war, kam auf einmal die Botschaft nach Rom, dass die Sabiner mit einem großen Heer feindselig gegen die Stadt heranzögen. In Eile rüstete Tarquinius, zog dem Feind entgegen und lieferte ihm in der Nähe des Flusses Anio eine blutige Schlacht. Den Sieg hatte kein Volk errungen, doch waren die Verluste der Sabiner so groß, dass das Heer sich ins Lager zurückzog und den Angriff nicht wiederholte. Tarquinius glaubte, zur Besiegung des starken Feindes mangele es ihm an Reiterei, und er beschloss, die Centurien, die schon Romulus geschaffen hatte, durch einige neue Reiterfähnlein zu vermehren. Diesem Vorhaben aber widersetzte sich der berühmteste Vogelschauer Roms, Attus Navius. Der Mann erklärte, ohne Genehmigung der Vögel dürfe der König eine so wichtige Neuerung nicht vornehmen. Der Widerstand des frommen Mannes brachte Tarquinius auf, er spottete über seinen Eifer und rief: "Wohlan denn, du Mann Gottes, befrage zuerst einmal deine Vögel, ob das ausführbar ist, was ich jetzt denke! Triffst du das Rechte, so will ich an die göttliche Sendung deiner Vögel glauben!" Attus Navius beobachtete den Vogelflug und brachte alsdann dem König die Antwort, das, was er sich gedacht habe, sei sehr wohl ausführbar. "So, so", versetzte Tarquinius und lachte laut auf. "Weißt du, was ich mir gedacht habe, frommer Mann? Ich dachte, du solltest mit diesem Schermesser den Schleifstein hier durchschneiden - vermagst du das?" Verblüfft nahm der Priester das Messer entgegen, setzte es an den Schleifstein, drückte kräftig, und was geschah? Der harte Stein wurde durchschnitten, als wäre er ein mürber Kuchen. Darüber erstaunten der König und alle, die bei ihm waren; Attus Navius und seine Amtsgenossen aber stiegen von Stund an so im Ansehen des Volkes, dass ohne Befragung des Vogelfluges fortan keine wichtige Neuerung im Staate ausgeführt wurde. Auch unterließ es Tarquinius nun, neue Reitergeschwader aufzustellen, aber die schon bestehenden verstärkte er um das Doppelte, so dass die drei Centurien jetzt aus 1800 Mann bestanden. Als das geschehen war, griff er die Sabiner von neuem an, und um die Feinde sicher zu vernichten, bediente sich der König folgender List: Am Ufer des Flusses Anio lagen große Haufen gefällten Holzes; diese ließ Tarquinius anzünden und in den Strom werfen. Der Wind fachte das Feuer zu einer hellen Lohe an, das brennende Holz trieb gegen die Brücke und entzündete sie; die Sabiner, vom römischen Fußvolk und den Reiterscharen stürmisch bedrängt, ergriffen die Flucht. Da sie aber über die brennende Brücke nicht entfliehen konnten, stürzten sie massenweise in den Fluss, und viele ertranken, die anderen wurden niedergeschlagen oder gefangen, nur ein kleiner Teil rettete sich durch die Flucht in das Gebirge. Tarquinius schickte die Gefangenen und die Beute nach Rom, die Waffen der Erschlagenen aber ließ er auf einen Haufen sammeln und verbrennen, wie er es in der Schlacht dem Gott Vulkan gelobt hatte; darauf setzte er sich an die Spitze des Heeres, um die fliehenden Feinde zu verfolgen. Im Gebirge stellten sich die Sabiner, weil sie nicht entkommen konnten, zur Schlacht. Sie wurden besiegt und baten nun demütig um Frieden. Er wurde ihnen gewährt, doch mussten sie die Stadt Collatio und ein großes Gebiet um dieselbe herum an den Sieger abtreten. Tarquinius hielt nun mit seinem Heer einen triumphierenden Einzug in Rom; das ganze Volk jauchzte ihm zu, und die Augen der Königin Tanaquil glänzten voll stolzer Freude. Doch nicht lange war den tapferen Streitern die Ruhe vergönnt. Die unruhigen Latiner erhoben wiederum die Waffen gegen Rom. Tarquinius zog aus zum Kampf gegen das benachbarte und verwandte Volk, nahm eine latinische Stadt nach der andern ein und strafte die Besiegten so hart, dass sie auf lange Zeit an keinen Krieg denken konnten. Jetzt endlich hatte der König Ruhe vor seinen Feinden und konnte seine ganze Kraft an die guten Werke des Friedens setzen. Die angefangenen Ringmauern um die Stadt wurden vollendet, Kanäle durch die Stadt nach dem Strom gezogen, um die Täler zwischen den Hügeln trockenzulegen, und endlich wurde auf dem Kapitol der Grund zu einem großen Jupitertempel gelegt. Um diese Zeit wurde im Königspalast eine wundersame Erscheinung beobachtet. Unter der Dienerschar wuchs ein Junge auf, mit Namen Servius Tullius. Er war der Sohn des im Kampf gefallenen Königs von Carniculum, der mit seiner gefangenen Mutter an den Königshof zu Rom gekommen war. Eines Tages lag dieser Junge in der Vorhalle und schlief. Da fing auf einmal das Haar auf seinem Kopf an zu brennen, ohne dass Feuer es entzündet hätte. Alle, die das Wunder sahen, erhoben ein lautes Geschrei. Da kam auch der König mit seiner Gemahlin herzu, und beide sahen mit Staunen die hellen Flammen, die jedoch das Haar des Jungen nicht verbrannten. Die kluge Tanaquil merkte sogleich, dass diese Erscheinung etwas Besonderes zu bedeuten haben müsse, und verbot den herzutretenden Dienern, das Feuer zu löschen. Sprachlos starrten die Zuschauer auf die flackernden Flammen, bis sie plötzlich von selbst erloschen. Da erwachte der Junge aus dem Schlaf und blickte mit verträumten Augen auf die vielen Menschen, die ihn erstaunt und erschreckt anstarrten. Da strich Tanaquil dem schönen Jungen liebkosend mit der Hand über das völlig unversehrte Haar, hieß ihn aus der Halle gehen und befahl alsdann den Zuschauern, dem Servius nicht zu verraten, was mit ihm geschehen war. Zu ihrem Gemahl aber sprach sie: "Was hältst du von dem Jungen, Tarquinius? Kündet die Stimme in meinem Herzen Wahrheit, so wird dieser Servius Tullius uns einst ein Licht in dunklen Tagen und dem königlichen Haus ein Retter in der Not werden. Darum rate ich, diesen schönen Jungen, den die Himmlischen, wie sie bezeugt, zu großen Dingen auserlesen haben, mit Liebe und Sorgfalt zu erziehen, als wäre er unser eigener Sohn." Der König stimmte seiner Gemahlin zu, und von Stund an wurde Servius Tullius vor allen anderen Jungen am Königshof bevorzugt: Die besten Lehrer unterrichteten ihn in den Wissenschaften und ritterliche Helden in allen Waffenübungen. So wuchs Servius unter den Augen seiner königlichen Pflegeeltern in treuer Hut auf und wurde ein so edler junger Mann, dass der Koenig ihm, als dem vornehmsten und tüchtigsten aller römischen Männer, seine Tochter zur Frau gab. Durch sein ritterliches Wesen und seine Herzensgüte gewann Servius Tullius sich auch die Herzen der Väter und des Volkes, und die Römer erblickten in ihm schon ihren künftigen König. Nun lebten aber noch die beiden Söhne des verstorbenen Königs Ancus Marcius, deren Vormund einst Tarquinius war. Sie waren nun Männer geworden und grollten, weil der Fremdling aus Tarquinii den Thron ihres Vaters eingenommen hatte. Und nun mussten sie auch noch sehen, wie ein Servius Tullius, der Sohn einer Sklavin, ihnen vorgezogen wurde - sollten sie diese Zurücksetzung noch länger dulden? War es nicht ehrenvoller, als Männer zu handeln und sich ihr gutes Recht mit Gewalt oder List zu verschaffen, als untätig grollend beiseite zu stehen? Die Königssöhne beratschlagten sich mit ihren Anhängern, und es wurde der schreckliche Beschluss gefasst, Tarquinius zu ermorden. Den Servius Tullius wollten sie dann schon verdrängen, und von den beiden Söhnen des Königs hatten sie nichts zu fürchten, die waren noch kleine Kinder. Die Verschwörer bestachen nun mit Gold und großen Versprechungen zwei der rohesten und verwegensten Hirten, den Mord auszuführen. Eines Tages nahmen die beiden gedungenen Schurken ihre Ackergeräte zur Hand und schlichen sich damit in die Vorhalle des königlichen Palastes. Dort fingen sie einen Streit an und gingen, scheinbar sinnlos vor Wut, mit erhobenen Äxten zum Kampf aufeinander los. Auf ihr lautes Geschrei stürzten die königlichen Diener herbei und suchten die Streitenden auseinander zu reißen und aus dem Palaste hinauszudrängen. Die Schurken aber schrien nur um so lauter und beriefen sich auf den König, dem sie ihre Sache zur Entscheidung vorlegen wollten. König Tarquinius ließ darauf die Erbitterten in sein Gemach eintreten und fragte sie nach der Ursache ihres Streites. Beide aber schrien wild durcheinander, so dass der anwesende Lictor sie mit barschen Worten anfuhr und einen nach dem anderen reden hieß. Nun trug der eine seine Beschwerde vor, und während der König und der Lictor ihm zuhörten, hob der andere heimlich seine Axt empor und versetzte dem König einen furchtbaren Schlag auf den Kopf. Darauf ergriffen die Mordbuben jählings die Flucht und suchten den Ausgang aus dem Palast zu gewinnen; aber sie wurden von den Beilträgern verfolgt und in Ketten gelegt. Das Gerücht von der schrecklichen Tat erklang im ganzen Palast und pflanzte sich wie der Blitz bis auf die Strasse fort. Als nun die Anstifter des Mordes hörten, dass ihre Kreaturen ergriffen worden waren, verließen sie eilig das aufgeregte Rom und flohen in das Volskerland, wo sie vor den Verfolgern sicher zu sein wähnten. Schrecken und Bestürzung herrschten im Königspalast. Die Verwundung war tödlich, Tarquinius hatte nur noch wenige Minuten zu leben. Da ließ Tanaquil rasch die Pforten des Palastes schließen, damit nach außen nicht verlauten solle, was drinnen vorging. Darauf ließ sie ihren Schwiegersohn Servius Tullius rufen, führte ihn zu dem sterbenden König, dessen Hand sie erfasste, und sprach zu dem schreckensbleichen jungen Manne: "Servius, du siehst, der edle Tarquinius verhaucht unter der Wunde, die ruchlose Mörderhand ihm geschlagen hat, sein teures Leben. Du wirst ihn rächen und nicht dulden, dass ich, die Überlebende, unseren Feinden in die Hände falle. Servius, wenn du ein Mann bist, so ist der Herrscherthron Roms dein. Auf! Höre mich und erfülle nun den Wunsch der Götter, die einst, als du ein Kind warst, zum Zeichen künftiger Größe dein Haupt in heiliger Flamme erglühen ließen! Jetzt ist deine Stunde gekommen, Servius Tullius! Du weißt, zu welchem hohen Amt du berufen bist; so gehe nun hin und handele als ein Mann und ein Herrscher!" Unterdessen hatte sich vor dem Palast eine große Menge Volks angesammelt, die mit lautem Geschrei zu hören verlangte, wie es um den König stehe. Da trat die entschlossene Tanaquil an eines der Fenster im oberen Stockwerk, an der Seite nach dem "Neuen Wege" ,gebot mit einem Wink ihrer Hand Ruhe und verkündete mit klarer Stimme in die Stille hinein: Der König sei zwar schwer verwundet, doch lebe er, und sie hoffe, er werde sich bald erholen und schon in den nächsten Tagen sich seinen geliebten Quiriten zeigen können. Inzwischen solle nach dem Willen des Kranken Servius Tullius die königlichen Geschäfte führen. Das Volk wisse wohl, das Servius ein edler und gerechter Mann sei, es möge darum allen seinen Befehlen willig Folge leisten. Die Menge nahm die Ansprache der Königin mit Beifall auf, und als dann Servius Tullius, angetan mit dem königlichen Purpur, aus dem Palast trat, begrüßte sie ihn mit jubelnden Zurufen. So wurde der hoffnungslose Zustand und dann der Tod des Königs mehrere Tage geheim gehalten, und Servius gewann Zeit, sich in der Macht zu befestigen. Als dann endlich die Trauerbotschaft erfolgte, dass Tarquinius gestorben sei, hatte Servius die Zügel der Regierung schon fest in den Händen, und Väter und Volk gaben ihre Zustimmung zu seiner Thronbesteigung.
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Mythen,Volkssagen -
Alessandra Mancinelli, 2001-2008
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