Die ewige Suche
(oder was der Tod mit der Rechtschreibung zu tun hat)
Wir Menschen verbringen unser ganzes Leben mit Suchen. Mit der Suche nach den richtigen Wörtern, Haustürschlüsseln,
nach Socken, Taschentüchern, Unterlagen, Kochrezepten, Unterhaltung, Beachtung, Abenteuer, Wissen, Liebe und Sex.
Wenn wir irgendwann genügend gestresst sind, suchen wir Erholung, Entspannung, auch Abwechslung.
Dann suchen wir wieder das Gewohnte und leben, bis der Tod uns heimsucht.
Anmerkung: In meinem Wörterbuch steht: Heimsuchung = Qual, Unglück.
Assoziation: jemandem ein Heim geben - dann geht auch jemand sucht ein Heim, also
Heim suchen. Ich schreibe einfach mal meinen obigen Satz um: Aus "..., bis der Tod uns heimsucht"
wird: "..., bis der Tod uns - für sich - ein Heim sucht."
Die Suche endet also nicht, weil der Tod uns einfach mal eben so tötet, sondern weil der Tod in uns endet,
im wahrsten Sinne des Wortes. Der Tod stirbt und wir sind des Todes Heim.
Wobei man nun durchaus behaupten darf, dass der Tod ein unruhiger, aber anspruchsvoller Geist ist; würde er
sonst immer wieder auferstehen und ... Ok ok, bissel düster, aber eine nette Wortspielerei zur Rechtschreibung.
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